Donnerstag, 1. Dezember 2016

Endlich ist der Berater beauftragt. Wurde ja auch langsam Zeit.

Wir erinnern uns, am 07. Juli 2016 wurde der Förderbescheid für den Berater Breitbandausbau übergeben.

Nun ist es endlich soweit, in der Rekordzeit von nur 4 Monaten (!) wurde das Düsseldorfer Unternehmen MICUS beauftragt. Übrigens dasselbe Unternehmen, das schon im Lennetal, Stichwort: "Breitbandgenossenschaft" berät.

Da bis zum 28.02.2017 der Antrag auf Fördermittel gestellt sein muss, heißt es jetzt mal Gas geben, denn Weihnachten steht vor der Türe und der Jahreswechsel, dann Karneval und was auch immer da wieder was aufhalten kann. Den 28.10.2016 und die diversen Ausreden haben wir nämlich nicht vergessen.

Entgegen der Meldung der WAZ vom 22.11.2016 sind wir in Tiefendorf und Berchum längst nicht die Verlierer, sondern ehr auf der Gewinnerseite. Denn hier hat niemand die Absicht eine Leitung zu bauen, daher sind wir in unseren weißen Flecken auch weiterhin voll förderfähig.

Ganz im Gegensatz zum Rest von Hagen, wo die Telekom laut Markterkundung zwar verspricht auszubauen, aber noch längst nicht angefangen hat. Und wenn man irgendwann dann doch nicht ausbaut, nun dann sind wir gespannt, ob man da was einklagen kann.  

Ach ja, die Fördertöpfe muss man hier noch nicht mal "akquirieren" wie uns der Herr Ellinghaus, GF der HAGENagentur im Artikel erzählt, sondern die liegen bereits zur Abholung bereit. Einfach mal beim Wirtschaft- und beim Landwirtschaftsministerium NRW nachfragen.
Kontakte auf Wunsch gerne über die A-BFT.


Wir bleiben am Thema dran, wie die Pitbulls, denn wir stehen vor den Landtagswahlen in NRW (14.05.2017) und vor der Bundestagswahl . Sollte man nie vergessen. Die Damen und Herren Politiker werden sicher nicht erfreut sein, wenn das jetzt wieder nichts wird mit dem Breitband in Tiefendorf/ Berchum.

Sonntag, 20. November 2016

Es wird schneller gesurft.

Endlich wird schneller gesurft in den Gewerbegebieten Sudfeld und Herbeck.

Nachdem man da ja Gewerbeflächen verkauft hatte und die Käufer dann feststellen mussten, dass wie so oft in Hagen Breitband nur mit 1Mbit/sek verfügbar war (das entspricht etwa einem alten DSL 1000-Anschluß ) hat man wohl ganz ohne Förderung (warum eigentlich?) nun die DOKOM21 dort als Anbieter.

Wie die WAZ mitteilt, hat sich bei einigen Firmen der Durchsatz jetzt verdreißigfacht also auf 30 Mbit/sek. Und das zu Kosten von 150 Euro / Monat plus dem einmaligen "Baukostenzuschuss" in Höhe von 3000 Euro.

Für einen Industriebetrieb sicher Peanuts, für einen kleinen Handwerker schon eine nette Summe, die man erstmal verdienen muss.  In versorgten Gebieten gibt es sowas von der Telekom übrigens für schlappe 45,00 Euro im Monat ohne Baukostenzuschuss und das sind nun auch nicht die Günstigsten.

Die DOKOM21 vermarktet ihr Angebot im Lenntal jetzt "proaktiv", was schon einige Firmen dort von der eben erst gegründeten "Breitbandgenossenschaft" schon Abstand nehmen ließ.

Aber noch hält man auf Seiten der Wirtschaftsförderung an dem Konstrukt fest, die Vorwärtsverteidigung lautet jetzt : "Konkurrenz belebt das Geschäft". Nun, sich mit einem Anbieter wie der DOKOM21 zu messen ist schon mutig.

Na, dann viel Erfolg.

Was ist eigentlich aus dem halbfreien WLAN in der Innenstadt geworden?









Freitag, 21. Oktober 2016

Die Wirtschaft in Hagen geht die Volme runter.


Innerhalb weniger Wochen hat Hagen 840 Arbeitsplätze verloren.

Nicht durch Insolvenzen, sondern durch Abwanderung! Douglas, Nordwest und Putsch verlagern ihre Unternehmen nach Düsseldorf, Dortmund und Wuppertal.

In erster Linie aufgrund fehlender Expansionsmöglichkeiten.

Das hatten wir in der Vergangenheit schon bei Zwieback-Brandt und auch bei Europart. Gelernt hat man daraus jedoch in der Stadtverwaltung von Hagen anscheinend bis heute nichts. Hier weist man wie immer gerne die Schuld von sich.

Und das sind nur die großen Unternehmen. Von den kleinen, meist sehr innovativen Unternehmen, die Hagen verlassen, bekommt man nichts mit. Gründe sind auch hier fehlende Expansionsmöglichkeiten zusätzlich verbunden mit einem, selbst in ausgewiesenen Gewerbegebieten, desolaten Breitbandausbau.

Dienstleistungen im Hochtechnologiesektor wie Softwareentwicklung funktioniert eben nicht mit einem 64-Kbit Modem.

Und verstehen kann man die Unternehmer, warum sich wie ein Bittsteller oder wie sagte es Herr Bahn im Artikel  Diskussion - Wie geht Hagen mit seinen Unternehmern um?  so schön: "als Störenfried" zu fühlen, wo andere Städte alles bieten. Gewerbeflächen, Glasfaseranschlüsse bis ins Haus (FTTH) und das Ganze zu niedrigeren Gewerbesteuern als Hagen.

Wer kann da schon Nein sagen?

Und Neuzugänge sind nicht wirklich zu verzeichnen, wenn man von ein paar Pommes- und Dönerbuden mal absieht.

Und auch die immer gerne wiederholte Geschichte der Ansiedlung von diversen Möbelgeschäften wird schon ehr zum Running-Gag.


Woran liegt es? 

Wer sich bei den Unternehmern umhört bekommt recht schnell einen Eindruck wo es hapert. In nahezu allen Gesprächen kommt man früher oder später immer auf die Wirtschaftsförderung, sprich HAGENagentur zu sprechen. Und in vielen Fällen sind die Äußerung nicht eben positiv.

Die A-BFT, vormals IGDSL kann da ohne Probleme ins gleiche Horn blasen, was das angeht.

In Sachen Breitbandausbau, ein wichtiger Standortfaktor, hat sich Hagen bisher nicht mit Ruhm bekleckert.

Seit 2012 sind hier keine wirklichen Fortschritte erkennbar und seit November 2012 ist die HAGENagentur damit beauftragt.

Förderanträge werden nicht gestellt, Fristen verstreichen, Gelder werden nicht abgerufen.

Gibt es überhaupt ein klares Konzept für die Industriegebiete oder die ländlichen Gebiete?

Richten soll es jetzt ein Breitband-Berater. 


Übergabe des Förderbescheides am 06.07.2016 an die Bundestagsabgeordneten Frau Giousouf  (CDU)
 und Herrn Röspel (SPD) durch den PSts Herrn Ferlemann. Foto: Hans-Peter Koenig BMVI




Bis heute 21.10.2016, also wieder einmal 3,5 Monate später (!) ist allerdings in Hagen noch nicht mal die Ausschreibung für diesen Berater erfolgt.

Damit dürfte die Abgabefrist  des 3. Aufrufs für Breitbandförderung am 28.10.2016, wie so viele andere Fristen  vorher,  wohl auch wieder einmal fruchtlos verstreichen.


Also wir verstehen es langsam nicht mehr!

Samstag, 8. Oktober 2016

WAZ "Fördermittel können nur für weiße Flecken beantragt werden"

Am 07.10.2016 berichtet die WAZ Hohenlimburg von einem Gespräch mit dem Geschäftsführer der Hagen-Agentur, Michael Ellinghaus.




© WAZ Hohenlimburg


Was sind die Erkenntnisse nach dem Lesen des Artikels für die betroffenen Bürgerinnen und Bürger in Tiefendorf und Berchum? 

Es gab vor April 2016 Probleme.


Das es vor April 2016 Probleme gab ist weithin bekannt, nicht umsonst wurde von mir eine weitere Petition beim Landtag in Düsseldorf eingereicht. Das Ergebnis ist allen bekannt, Die Gemarkung Berchum ist jetzt Teil der Gebietskulisse und somit förderfähig. Somit gab es seit April 2016 eben diese von Herrn Ellinghaus genannte Hürde auch nicht mehr.

Und was glauben Sie lieber Leser,  wurde in den Monaten nach April 2016 seitens der HAGENagentur für Tiefendorf und Berchum getan?

Genau, und die Zeit läuft ab.

Bis 28.10.2016 müssen die Anträge für die laufende Förderperiode gestellt werden. Ein sehr sportliches Unterfangen, selbst für einen (noch nicht beauftragten) Berater.  Wir schreiben den Termin besser schon mal ab, wie soviel Termine vorher, die ebenfalls abgeschrieben wurden.

Es soll ein Berater bei den Förderanträgen helfen.


Wie wir aus stets gut unterrichteten Kreisen hören, sind 50.000 Euro für einen externen Berater am 06.07.2016 in Form eines Förderbescheides offiziell an Vertreter der Stadt Hagen übergeben worden.

Nun läuft das Ausschreibungsverfahren in Hagen.

Und wie sagte Bernd Stromberg schon immer: "Es läuft!"

Und dann muss noch die Prüfung der Angebote erfolgen und dann irgendwann kommt es zur Auftragsvergabe an den Berater. Sicher weit nach dem 28.10.2016.


Und es gibt laut Herrn Ellinghaus eine Markterkundung, die im Sommer 2016 abgeschlossen wurde.


Stimmt, die wurde am 01.07.2016 veröffentlicht und die Frist zur Beantwortung der Fragen war der 05.08.2016.

Die A-BFT versucht derzeit zu ermitteln, wie die Ergebnisse dieser Markterkundung genau waren. Interessiert einen als betroffenen Bürger ja schon. Nur häppchenweise aus der Presse davon zu erfahren ist nicht so zielführend.

Und was ist eigentlich aus der Markterkundung vom 05.03.2014 geworden?


Und es wollen Firmen ausbauen und zwar weite Bereiche in Hagen.


Wer und wo da ausbauen will wurde aber nicht gesagt.

Wozu eigentlich noch? Für alle, die es bisher noch nicht wussten. Wie heißt es im Artikel:

"Knapp 90 % der Hagener Haushalte sind mit mindestens 50 Mbit/sek Downloadbandbreite versorgt." 

Damit dürfte die Stadt Hagen mit an der Spitze aller Städte in ganz Deutschland stehen, ach was sagen wir, von ganz Europa.

Es geht endlich wieder aufwärts!  - (Ironie aus).






Donnerstag, 22. September 2016

WDR Lokalzeit Dortmund berichtet - "Man weiß offenbar, das man zuwenig weiß"

Heute berichtete Franz Altrogge vom WDR - Lokalzeit Dortmund über die aktuellen Zustände beim Breitbandausbaus in Tiefendorf / Berchum. Also darüber, dass selbst nach zwei erfolgreichen Petitionen und gefüllten Fördertöpfen immer noch nichts passiert ist. Und ja, es ist unverkennbar an wem das liegt.

Selbst der Wirtschaftsminister von NRW, Garrelt Duin kann nicht verstehen, dass es eine Kommune nicht einmal versucht Fördergelder zu bekommen. Er sagt im Interview mit dem WDR: "Alle die bisher etwas beantragt haben, haben auch was bekommen." 


Also woran liegt es in Hagen?

Kein Praktikant zur Hand, der die Anträge ausfüllen kann?



Aber sehen Sie selbst. Hier geht es zur Mediathek.

Bericht "Weiter langsames Internet in Hagen."





Mittwoch, 21. September 2016

WAZ Hohenlimburg berichtet "Frust ist groß und die Wut wächst"

Am 19.09.2016 berichtet die WAZ Redaktion Hohenlimburg in dem Artikel "Frust ist groß und die Wut wächst" über den aktuellen Stand in Sachen Breitband für Tiefendorf und Berchum.

Sie wissen schon, da wo seit Jahren nichts passiert.













© WAZ Hohenlimburg

Freitag, 9. September 2016

Der WDR berichtet in der Aktuellen Stunde

Am 08.09.2016 griff Jan Hofer vom WDR in der Sendung "Aktuelle Stunde" das Thema Breitbandförderung wieder auf. Obwohl wie bekannt Millionen zur Verfügung stehen, werden ähnlich wie beim Hochwasserschutz, diese von den Kommunen nicht abgerufen.

Wir Tiefendorfer kennen das ja. Auch für uns stehen seit langem Fördergelder bereit, die von der Stadt Hagen nur beantragt werden müssten. Was allerdings, aus welch Gründen auch immer, nicht geschieht.

falls Sie die Sendung verpasst haben, kein Problem.

Hier der Link zur Mediathek