Sonntag, 14. Februar 2016

Der Kupfer-Schmu der Deutschen Telekom

so der Titel eines sehr interessanten Berichts DER Welt, in dem beschrieben wird, wie die Telekom der Politik das alte Kupferkabel als Hightechprodukt verkaufen will. Dem Kunden droht damit ein neues Monopol und technologischer Stillstand. 
Aber lesen Sie selbst. (Link zum Bericht in DIE WELT) 

Samstag, 13. Februar 2016

Die Genossenschaft vom Lennetal


Und es geht weiter mit der Idee von der Genossenschaft (Link zur Bericht in der WAZ) .
Schon interessant, wie bereits weiter oben geschrieben rechnet der größte Anbieter in Deutschland, die Deutsche Telekom mit Kosten in Höhe von 70.000 Euro pro Kilometer (Tiefbau, Verkabelung) und das ist noch nicht mal der Preis für Glasfaser bis ins Haus. Hier reden wir in der Regel nur von VDSL, also wo die "letzte Meile" noch in vorhandener Kupferleitung ausgeführt wird. So ein Glasfaserhausanschluß kosten dann noch mal ein paar (tausend) Euro mehr.

Im Gegenzug zahlt ein Provider für eine bereits vorhandene Leitung eine Miete von ca. 15,00 Euro (fünfzehn) pro Monat und Anschluß, teilweise sogar noch weniger. Was auch der Grund ist, warum sich die Telekom ärgert wenn sie ausbauen muss und sich andere Provider für kleines Geld auf die Leitung der Telekom aufschalten.

Als wäre das nicht schon schlimm genug wollen die Genossen auch noch das Spiel spielen, wo man nur als Genosse auf die Leitung darf, sprich der die Firma muss erstmal seinen Genossenschaftsanteil zahlen und dann auch noch die Miete für die Leitung, die der Provider natürlich auf die Endkundenrechnung aufschlägt. Der Provider kann nämlich rechnen und reicht die Kosten locker weiter. Also bezahlt der Genosse seine eigene Leitung gleich noch einmal.

Und die Aussicht auf Dividende? Machen wir uns nichts vor, diese Genossenschaft wird sicher einen ungeheuren administrativen Wasserkopf erzeugen. Schließlich muss das ja alles verwaltet werden. Und das wird kosten. Wann da der Break-Even-Point erreicht wird, nun man wird sehen. Je weniger jetzt mitmachen, desto höher die Anteile für den einzelnen Genossen, wobei die Kosten für den Leitungsbau gleich bleiben, denn das Grundgerüst der Verkabelung muss immer sein und die Einnahmen werden je weniger Genossen mitmachen auch nicht mehr.


Freitag, 12. Februar 2016

Back to the roots? Eine kostengünstige Lösung für Tiefendorf.

Umdenken bei der Telekom. Glasfaser jetzt auch am Mast. Link zum Telekom-Blog


Wie Holzmasten entstehen - Ein Video.




Warum eigentlich erst jetzt?
Über eine Seilrolle wird hier am Schälk
das etwas dickere Glasfaserkabel
am Mast geführt.

Hier in Tiefendorf stehen genug Masten die man nutzen könnte, von denen
ganz  zu schweigen, die man vor Jahren hier abgebaut hat.
Warum eigentlich? 

Donnerstag, 4. Februar 2016

Kölner Stadt-Anzeiger berichtet über Tiefendorf

Heute erschien ein Artikel "Digitale Diaspora" im Kölner Stadt-Anzeiger (Link zum Artikel online) , der sich mit den Zuständen in Tiefendorf und im Gewerbegebiet "Lennetal" beschäftigt. Tiefendorf steht hier als Beispiel für etliche Ortschaften in Deutschland an denen bis heute das Internet noch immer vorbeigeht.
Hier sind die Bürgerinnen und Bürger noch immer Menschen zweiter und dritter Klasse was die Versorgung mit unabhängigen Informationen angeht.
Und das, obwohl die Bundeskanzlerin Frau Dr. Merkel seit Jahren, um genau zu sein seit 2011, einen Zugang für jeden Bürger zum Internet versprochen hat.


Auch so eine Baustelle von der man inzwischen mit Gewissheit sagen kann:
"Wir schaffen das nicht".


Und dann gab es noch diese Überraschung. Wie man in der WP lesen konnte, plant man für das Gewerbegebiet Lennetal eine Genossenschaft um dort besseres Breitband zu bekommen. Link zum Artikel

Der Plan:

Es soll eine Genossenschaft gegründet werden, die die Infrastruktur (also vermutlich Glasfaserleitungen bis ins Haus FTTH) verlegt und diese dann an die Internetprovider vermietet, die dann Ihrerseits den Anschluß bei den Firmen realisiert.

Die Realität:

Wenn man davon ausgeht, dass die Telekom als Anbieter bei der Verlegung von Erdkabeln (Glas / Kupfer) mit Zahlen von 70.000 Euro pro Kilometer Tiefbau kalkuliert (Link zum Telekom-Blog) und man dort im Gegenzug für einen angemieteten Anschluß um die 10 Euro pro Monat bezahlt, dann dürfte der Break-Even Point dieses Geschäftes ziemlich weit in der Zukunft liegen.

Die in Aussicht gestellten Dividendenzahlungen dürften damit auch mehr Wunsch als Wirklichkeit sein. Zumal wenn man, wie man dem Artikel entnehmen kann, plant nur Genossenschaftsmitglieder in den Genuss eines Anschlusses kommen zu lassen. Da dürfte der Genossenschaftsanteil für den einzelnen schon erheblich werden. Dazu kommen dann noch die monatlichen Kosten des Internetproviders für den Anschluss.
Der Geschäftsführer eines Baustoffhandels hat dann auch bereits dankend abgewunken, hat er doch jetzt schon einen 50 Mbit Anschluss für 29 Euro im Monat.
Man fragt sich schon, warum in Hagen immer solche Konstrukte gebastelt werden (erinnern wir uns an den Plan die Hagener Innenstadt mit Wlan zu versorgen - was macht eigentlich dieses Projekt? Link zum Artikel).

Es gibt, wie wir seit den Petitionen wissen, jede Menge Fördergelder der Landes- und der Bundesregierung, sogar der Europäischen Union, die man seitens der Stadtverwaltung Hagen nur beantragen müsste. Machen die Nachbarstädte schließlich auch. Und da klappt es dann auch mit der Glasfaser.