Samstag, 14. Mai 2016

Telekom führt Glasfaser über Masten in eine Gemeinde

wie Golem berichtet wählt die Deutsche Telekom für die Glasfaserversorgung der Gemeinde Starkenburg in Rheinland-Pfalz einen oberirdischen Ausbau, sprich Glasfaser am Mast. 

Damit wird man in der Gemeinde eine Versorgung von bis zu 100 Mbit/s möglich sein. Werte von den man in Tiefendorf nur träumen kann.

Hier ein Mast am Schälk, wo das Glasfaserkabel
über eine Rolle geführt wird


Freitag, 13. Mai 2016

Unitymedia drängt allen Kunden WLAN-Hotspots auf

Automatische Aktivierung: Unitymedia drängt allen Kunden WLAN-Hotspots auf

Unitymedia will WLAN Hotspots schaffen und ist dabei auf folgendes Modell gekommen. Die Router aller Kunden werden entsprechend automatisch freigeschaltet. Wenn der Kunde das nicht möchte muss er widersprechen, darf dann aber auch gleichzeitig nicht die offenen Hotspots der anderen Unitymedia-Kunden nutzen.

Technisch ist das wie bei dem WLAN-TO-GO der Telekom, nur dass da der Kunden seinen Router für den Hotspot selbst freischaltet und im Gegenzug die anderen offenen Hotspots der Telekomkunden  nutzen kann. 

Im Netz kochen gerade die Emotionen hoch, angefangen von der Art der Umsetzung bis hin zur Frage wer denn den Mehrverbrauch des Stroms zu tragen hat. Vermutlich genau die Fragen, die sich niemand stellt wenn er unterwegs den offenen WLAN-Zugang eines anderen nutzt.

Die Bundesnetzagentur prüft bereits. Dann wird sich sicher in Kürze auch die Eu-Kommission damit befassen müssen. 

 




Mittwoch, 11. Mai 2016

Störerhaftung wird angeblich abgeschafft

Zeitgleich berichten Spiegel online, Das Handelsblatt und Zeit Online, dass die Koalition sich wohl endlich durchgerungen hat die Störerhaftung für Private und Nebengewerbliche Anbieter (Cafés und Kneipen) abzuschaffen.

Wer sein WLAN für andere Nutzer öffnet, soll künftig nicht mehr pauschal für deren Surfverhalten haften.


Es bleibt abzuwarten ob das Gesetz letztlich so auch bleibt, wäre ja nicht das erste Mal, dass kurz vor Ende noch zurückgerudert wird, wenn man sich alleine die Einnahmeausfälle der diversen Abmahnkanzleien vor Auge führt.



Brüssel leitet Prüfverfahren ein

Brüssel leitet das Prüfverfahren in Sachen VDSL der Telekom ein wie Heise berichtet .

Outdoor-Dslam
Die Entscheidung der Bundesnetzagentur, der Telekom den Vectoring-Ausbau an den Hauptverteilern zu erlauben, stößt in Brüssel auf Skepsis. Die EU-Kommission will genauer prüfen.


Dienstag, 10. Mai 2016

Muss sowas eigentlich sein?

Irgendwie scheint der Wurm im Internet zu stecken.
Zumindest im Internetzugang wenn man Berichte wie den hier in der WAZ liest.

Auf der einen Seite hört man immer wieder die Argumentationen, nur die Telekom baue aus und muss ihr teures Netz den Mitberwerbern praktisch umsonst zur Verfügung stellen. Und die Mitbewerber bauen nicht aus und würden praktisch wie Parasiten auf der Leitung der Telekom sitzen.

Wenn dann aber ein Anbieter ausbauen will, wie hier die Deutsche Glasfaser geht das Gejaule plötzlich in die andere Richtung - da würde schon ausgebaut von Unity Media. Oder es gibt Einwände wie in Letmathe Stübbeken, wenn man von der Telekom weggehe könne man nicht mehr telefonieren und die alte Rufnummer wäre wohlmöglich weg, mit dem Ergebnis das gar nicht genug Vorverträge abgeschlossen werden.


Manchmal hat man den Eindruck, es wird mehr Energie aufgewendet um Gründe gegen einen Ausbau, als für einen Ausbau zu finden.
 

Entweder jeder Anbieter baut seine Leitungen oder die Bürger sind so konsequent und verlangen endlich die  Verstaatlichung des Telekom-Netztes - dann baut nur einer aus, so wie früher und vermietet das an alle Anbieter.

Wir müssen uns endlich drüber klar werden, dass ein Breitbandanschluß heute genauso wichtig für ein Gebäude ist wie ein Wasser- oder ein Stromanschluß. 


  

Sonntag, 8. Mai 2016

Prüfung des exclusiven Vectoring der Telekom durch die EU-Kommission?

Der Vorstoß der Bundesnetzagentur und der Deutschen Telekom in Bezug auf das exclusive Vectoring könnte bei der EU-Kommision möglichweise ausgebremst werden. 

EU-Digitalkommissar Günther Oettinger soll ein vertiefendes wettbewerbliches Prüfverfahren planen berichte Golem unter Bezugnahme auf das Handelsblatt

Grund ist ein offener Brief einer Gruppe von 13 deutsche Europaabgeordneten die Bedenken angemeldet haben wegen einer möglichen Remonopolisierung.


Am 10. Mai 2016 muss die EU-Kommission entscheiden, ob Bedenken angemeldet werden.


Mittwoch, 4. Mai 2016

Warum???


Wenn man  die Nachrichten bezüglich Breitband aus anderen Städten des Ruhrgebietes und des Sauerlands liest kann einem schon der Hals dick werden.

Beispiel Kreis Olpe.

Die haben dort zwei fähige Breitbandkoordinatoren, Frau Crone und Herrn Dornseifer, die haben es mal eben geschafft knapp 5,2 Millionen Fördergelder vom Bund  zum Ausbau des Breitbandnetzes im Kreis Olpe zu bekommen.  Einfach beantragt und das Geld fließt.

Aber lesen Sie selbst


Ich frage mich dann immer, woran es in Hagen wohl liegen mag, dass das für Tiefendorf und Berchum nicht möglich ist?

Auch für uns stehen die Gelder zum Abruf bereit. Nur warum ruft die keiner ab?

Dienstag, 3. Mai 2016

Von der Schweiz lernen

Swisscom erreicht 1,1 Millionen Haushalte mit FTTH

Die Swisscom  gibt trotz leicht sinkendem Umsatz mehr für den Netzausbau aus. Mehr Haushalte und Geschäfte bekommen Glasfaser. Fast ein Drittel aller Schweizer Haushalte hat FTTH.

Wie auch schon bei anderen wichtigen Dingen, z.b. der Rente hat die Schweiz auch hier schon recht früh erkannt, dass man sich auf die geänderten bedigungen gerade im Hinblick auf die Globalisierung einstellen muss.

Auch wenn einige Kommunalpolitiker es immer noch nicht verstanden haben. Vor allem geistige Dienstleistungen setzen eben ein vernünftiges und vor allem schnelles Internet voraus. Und nur darin sind wir in Deutschland zur Zeit noch stark, eben im Planen, Entwickeln und Beraten. 

  • Wie viel CO2 könnte täglich eingespart werden, wenn nicht sinnlos gependelt werden müsste sondern man vom Homeoffice arbeiten könnte? 
  • Wie viel einfacher wäre die Kinderbetreuung für Eltern und vor allem für Alleinerziehende , wenn man vom Homeoffice aus arbeiten könnte?
  • Wie viel geringer wäre der Stress für die Mitarbeiter?
  • Was könnte an Kosten für dadurch unnötig gewordene Büroflächen eingespart werden?
  • Wie viel einfacher und kostengünstiger wäre Aus- und Weiterbildung, wenn man einen schnellen Zugang hätte. 

Darüber sollte man mal nachdenken, wenn man meint der Eigenanteil der Kommune bei einer Förderung durch EU, Bund oder Land wären sinnlos rausgeschmissenes Geld.

Wie gesagt , andere Länder wie die Schweiz haben es schon lange erkannt, aber hier bei uns ist Internet ja noch #Neuland.  

Montag, 2. Mai 2016

Happy Birthday! 4 Jahre!

Ja, in diesem Monat, um genau zu sein am 14. Mai,  sind es vier Jahre (!) seit wir die erste Vorstandsbeschwerde an die Telekom geschrieben haben.

Und was hat sich seitdem getan?

Nun, außer das wir über zwei Petitionen Fördergelder beschaffen konnten und der Eigenanteil immer weiter reduziert wurde, nicht wirklich viel. In Tiefendorf gibt es noch immer kein DSL und inzwischen ist man hier auch nicht mehr in der Lage einen Telefonanschluss schalten zu lassen. Vermutlich die Vorboten der VoIP-Umstellung.

Die Stadt Hagen hat noch immer nichts für uns getan und findet beständig neue Argumente warum die Fördergelder nicht beantragt werden. Zitat aus dem Heft Breitbandstrategie für Hagen Januar 2016 herausgegeben von der HAGENagentur
Das Deckungslückenmodell ist zwar mit geringeren Kosten für die Stadt Hagen verbunden, eine Refinanzierung der eingebrachten Mittel findet jedoch nicht statt und ist damit unwirtschaftlich. Bei den Zuwendungen der Kommune handelt es sich um konsumtive Ausgaben, da das Netz im Eigentum des beauftragten Unternehmens verbleibt. Für die Stadt Hagen als Nothaushaltskommune ergibt sich daraus ein besonderes Problem, denn sie ist gehalten, konsumtive Ausgaben auf ein Minimum zu reduzieren, die darüber hinaus auch immer dem Genehmigungsvorbehalt der Aufsichtsbehörde unterliegen.
Man trägt sich dort ernsthaft mit dem Gedanken als Netzbetreiber aufzutreten. Mich erinnert das alles sehr an jemanden , der kein Geld für ein Auto hat aber nur einen Bentley fahren will. Sprich, man redet inzwischen von Glasfaser bis ins Haus (FTTH). Und um das zu finanzieren denkt man über ein Genossenschaftsmodell nach. Zuerst im Gewerbegebiet Lennetal und dann soll das wohl auf alle weißen Flecken ausgerollt werden. Die Refinanzierung soll durch die Vermietung des Netztes an Telekommunikationsunternehmen erfolgen.


Mal ein paar Infos:

Die Telekom kalkuliert mit 70.000 Euro Kosten pro Kilometer Glasfaser unterirdisch verlegt.

Eine Teilnehmeranschlußleitung (TAL) kostet die Provider um die 10 Euro/Monat an Miete.

Leerrohre zum Einblasen eigener Glasfaserkabel kosten 4 Cent pro Meter/Monat Miete.  

Und nur Leerrohre oder Glasfaser verlegen reicht nicht, man muss auch schon Einspeisungsräume vorhalten.

Und natürlich auch Personal um die Leitungen zu warten, falls man die z.B. an Masten aufhängt sind oder mal ein Kabel / Leerrohr beschädigt wird.

Da ist der Break-Even-Point für die Genossenschaft aber in weiter Ferne auszumachen.

Warum wohl bauen die Telekommunikationsunternehmen nur aus, wenn Fördergelder fließen?