Samstag, 29. Juli 2017

Können wir das glauben?

Nach bisher vorliegenden Informationen soll sich ein bisher nicht genanntes Telekommunikationsunternehmen bereit erklärt haben in Gebieten auszubauen, die im Förderantrag noch als "weiße Flecken" angegeben wurden.

Sollen wir das wirklich glauben? 


a) Es gab ein Markterkundungsverfahren. In diesem, dem Antrag zwingend vorgeschalteten Verfahren, können alle Telekommunikationsunternehmen bis zu einem Stichtag Angaben dazu machen, wo sie beabsichtigen in den nächsten drei Jahren auf eigene Kosten auszubauen.


Daraus resultierte übrigens der bei Antragstellung bekannte Ausbau von halb Berchum durch die Deutsche Telekom.


b) Bei keiner der 209 Kommunen, etc die einen Förderbescheid bekommen haben ist sowas nach Antragstellung geschehen, nur wieder mal in Hagen.


c) Unterstellen wir einmal es war so, dann wäre der Antrag vom Ministerium vielleicht sogar negativ beschieden worden, das hätte aber keine Auswirkungen darauf gehabt, im September einen neuen Antrag zu stellen. Wäre der Antrag hingegen positiv beschieden worden, ständen jetzt die Fördergelder zur Verfügung.


Einen Antrag kurz vor der Entscheidung zurückzuziehen muss also noch andere Gründe haben, nur welche können das sein?


Man kann derzeit nur spekulieren, was da passiert sein kann, weil eben keine Aussagen zu dem Unternehmen gemacht werden, so wissen wir nicht ob es ein Global Player ist oder vielleicht nur ein kleiner Anbieter der demnächst nur ganz bestimmte Flächen versorgt und dessen Investitionen möglicherweise durch den positiven Bescheid gefährdet würden.  


Und selbst wenn im September ein neuer Antrag gestellt wird, der dann ab heute gerechnet wieder 7 Monate braucht bis zum Bescheid, wer garantiert uns denn , das der nicht wieder kurz vorher zurückgezogen wird?